Beim Spring Break Europe am Strand von Zrće herrscht 24 Stunden die perfekte Partystimmung

Der Strand von Zrće liegt auf der kroatischen Insel Pag, unweit der Stadt Novalja . Im Sommer 2017 zog es meinen Kollegen Robin und mich in unserer Funktion als Reporter dorthin. Gleich vorweg, muss ich sagen, dass wir mit der Erwartung auf coole After-Beach-Partys, Schaum-Partys und Live-Acts unterwegs waren. Wir reisten per “Party-Bus” des Veranstalters auf die Insel, um vom 01. Juni bis 05. Juni beim Festival dabei zu sein. Als Reporter der “DatRock” Redaktion wollten wir vor Ort das Mega-Spektakel auf Fotos und Videos festhalten. Dazu muss ich sagen, dass ich vorher noch nie auf einem Festival war, dementsprechend gespannt war ich auf das Programm.

Unterwegs zum Festival – die Anreise

Bereits als uns der Bus am Kölner Hauptbahnhof abholte, waren zirka 100 Leute an Bord. Als unser Ansprechpartner stellte sich Felix, ein Student, vor. Bereits auf der Busfahrt sprachen viele der Teilnehmer nicht gerade zimperlich dem Alkohol zu. Da es auf die Fähre nach Novalja ungefähr 20 Minuten warten hieß, sprangen einige der gutgelaunten Party-People ins Meer. Einer der Teilnehmer forderte mich heraus, es ihm gleichzutun. Allerdings verließ ihn der Mut und er blieb zurück, während ich den Sprung wagte. Er lachte dabei in die Kamera, die uns gerade aufnahm.

Nach der Ankunft in Novalja ging es gleich weiter zu einem Meeting mit den Organisatoren. In einem großen Haus, zirka 10 Kilometer vom Standort entfernt, saß ich mit fünf weiteren Fotografen zusammen. Marc, ein junger Mann, erzählte uns wie alles Weitere ablaufen würde. Dort traf ich auf Daniel und Peter von der österreichischen “Kronen Zeitung”. Außerdem lernte ich Günther kennen, der mit zwei Mädels (sie hatten ihre Tickets gewonnen) zum Spring Break Europe angereist war. Marc chauffierte uns anschließend im eleganten V6er Touareg zum Festivalgelände und versorgte uns auch gleich mit den nötigen Bändchen und Schlüssel für unsere Apartments.

Unsere Unterkunft

Allerdings lag die Unterbringung glatt 14 Kilometer entfernt. Ein Taxi brachte uns für lediglich 5 Euro dorthin. Das lag wohl daran, dass ich selber vom Balkan komme, deshalb musste ich den häufig verlangten “Touristenpreis” nicht zahlen. Der Taxifahrer erzählte unterwegs von seinen Sorgen durch die große Konkurrenz an Mitbewerbern. Als wir bei unseren Apartments ankamen, brach auch schon die Nacht an.

Der Strand von Zrće – Weltklasse Partys

Auf gings zum 10 Kilometer entfernten Partystrand von Zrće, dem Herzstück des Festivals. Der Zrće Strand entwickelte sich in den letzten Jahren, zu einer der beliebtesten europäischen Partydestinationen. Es ist der ideale Ort für junge Leute, die neben Sonne, Strand und Meer auch Partyprogramme von mittags bis zum nächsten Morgen suchen. Vom Club “Kalypso” ging es für uns weiter zum “Aquarius”. Diese beiden weltbekannten Clubs sind eigentlich nur für uns “Springbreaker” zugänglich. Wir schafften es schließlich noch bis zum “Noa Beach Club”, der am anderen Ende des Partystrandes liegt. Nach einem ersten Überblick wurden natürlich Fotos und Videos aufgenommen.

Die jungen Leute kommen aus ganz Europa angereist. Wir treffen fröhliche Party-People aus Holland, Österreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien. Auch zwei Amerikaner sind angereist (auch auf dem Bild zu sehen). Wir kehren erst um 5 Uhr in unserer Apartment zurück. Trotzdem ging es bereits um 10 mit dem Einkaufen weiter. Hier mussten wir für ein mageres Frühstück 50 Euro auf den Tisch legen. Nach einer kleinen Ruhepause zog es uns um die Mittagszeit wieder vor die Tür. Unsere beiden Nachbarinnen wohnten nur eine Tür weiter. Sie kamen aus Österreich und arbeiteten als Fotografinnen bei RedBull.

Party, Party, Party und jede Menge coole Leute

Am Strand angekommen, wollten wir uns wieder ans Programm halten und mit jungen Leuten ihren Partyurlaub feiern. BeerPong, Party, Party, Party…Um 15h bekamen wir die Anweisung auf ein Party-Boot zu kommen. Für das Ticket waren für die Gäste erst einmal 60 Euro zu berappen. Aber es lohnte sich. Alkohol ab es inklusive so viel vertragen wurde (oder auch nicht) und dazu für zwei Stunden massig Musik. Besonders hervorzuheben gilt es, dass für uns der ganze Spaß kostenlos war. Einer der großen Vorteile in unserem Reporterleben. Dort machten wir übrigens auch die Bekanntschaft von DJane Dominique Jardin, einer bekannten österreichischen Musikerin.

Am Anfang war auf dem Party-Boot nicht all zuviel los. Ich ging mit meiner Kamera herum und traf dabei auf Hans. Mit ihm zusammen gönnte ich mir einige Drinks. Nach einer Stunde sah das alles schon ganz anders aus: Während viele Frauen blank zogen, sprangen die Männer vom Boot und machten dabei allerlei Faxen.

Es ging tagein, tagaus so weiter. Partys, Partys, Partys, auf denen junge Leute locker tanzten oder wild herumhüpften und mit ihren Körpern an die Grenze gingen.

Am RedBull Stand überreichte man uns außerdem Becher mit unseren aufgedruckten Fotos.

Geld für Essen und Taxi war knapp

Nachdem häufig keine Taxis zur Verfügung standen, mussten wir nicht selten kilometerweit laufen. Trotzdem wurde am dritten Tag das Geld knapp. Wir hatten das meiste für unsere Verpflegung und die Taxifahrten ausgegeben. Zu Fuß ging es zum Strand. Dort konnten wir gefühlte 1.000 Autos der Marke “Tesla”, (“Modell S” Varianten), bestaunen. Die Fahrer waren Teilnehmer einer Europarundfahrt. Etwas später machte ich die Bekanntschaft von Chris und Ally. Das Paar aus Großbritannien war zum ersten Mal in Kroatien. Damit ich ihnen einige Besonderheiten des Festivals zeigen konnte, schleuste ich die beiden als meine persönlichen Assistenten ein. Es klappte hervorragend. In jedem der Clubs waren wir im V.I.P. Bereich. In der Folge genossen wir die kostenlosen Getränke und feierten was das Zeug hielt. Auch die Party-Boot Fahrt war inklusive. Nachdem ich bereits alle Fotos geschossen hatte, konnten wir die Freizeit genießen. Am Abend bedankten sich Chris und Ally für den unvergesslichen Tag und sagten mir, dass sie weiterziehen wollten. Besonders erfreut war ich über die Einladung von Chris. Er lud mich zu sich nach Schottland ein.

Nachts im Kalypso traf ich wieder auf Marc, der mir ein paar Getränkemarken abgab, die eigentlich ohnehin für uns Fotografen bestimmt waren. Ich hatte das Gefühl, dass der Typ sie lieber für sich selber behielt, um genügend Alkohol abzubekommen. Außerdem habe ich bis zum Ende nicht herausgefunden, was genau seine Rolle eigentlich war.

Glückliche Gesichter auf dem Festival

Besonders glücklich war ich, dass ich beim Fotografieren auf dem Festival einige coole Leute kennenlernen durfte. Im Kalypso zum Beispiel traf ich auf einen Besucher aus Italien. Er war eigentlich Pilot und gab in nur einem Abend um die 7.500 Euro für Getränke und leichte Mädchen wie Cindy und Violeta aus. Nach der dritten, durchgefeierten Nacht ging es für mich noch einmal ins Apartment zu Packen und Aufräumen. Um 9:30 am nächsten Morgen holte uns der Bus ab. Wir alle hingen müde und ausgelaugt in unseren Sitzen. Viele von uns schliefen, andere wieder fragten sich ob sie sich am nächsten Tag krankschreiben lassen sollten. Bei der Rückfahrt machte ich außerdem die Bekanntschaft von Cindy und Anette. Die zwei Mädels wohnten nur 75 Kilometer von mir entfernt. Besonders Chris hatte Interesse an den Shootings, sodass wir uns auch nach dem Festival wiedersahen, um einige Fotos aufzunehmen.

Zu Hause angekommen scrollte ich durch mein Fotoalbum. Ich sichtete die Fotos und sah dabei eine Menge glücklicher Gesichter von ausgelassenen jungen Menschen in Partylaune. Ich schickte die Fotos ab, bevor ich ins Bett fiel. Obwohl ich einige Tage nicht richtig geschlafen hatte, war am nächsten Vormittag wieder Schule angesagt. Aber heißt es nicht: “Was uns nicht umbringt, macht uns stark?”